AKTUELL CEplus-Infos im interaktiven CE-ePaper auf www.ce-trade.de 6 September/2026 HEISSE SOMMER, KÜHLE KÖPFE Kühlgeräte und Ventilatoren Besonders weit verbreitet sind in Deutschlands Haushalten Ventilatoren. In fast zwei von drei Wohnungen oder Eigenheimen (62 %) findet sich schon heute der klassische Standventilator. Drei von zehn Befragten (28 %) besitzen einen Mini-Ventilator für unterwegs. Gut jeder Vierte (27 %) verfügt heute über ein Klimagerät. Mobile Geräte (19 %) liegen vor stationären Klimaanlagen (8 %). Die aktuelle Hitze treibt zwar zu Käufen, aber es gibt auch Gründe, die potenzielle Kunden derzeit noch vom Kauf abhalten: zum einen die unter Umständen hohen Anschaffungskosten des Geräts, und zum anderen die Sorge vor hohen Stromkosten. Bei ihrer Kaufentscheidung für ein Klimagerät oder einen Ventilator haben die Verbraucherinnen und Verbraucher klare Prioritäten. So sind der Anschaffungspreis und die Lautstärke des Geräts für rund jeden Zweiten ein wichtiger Aspekt bei der Auswahl. Noch wichtiger sind lediglich der Stromverbrauch und die Kühlleistung (jeweils 53 %). Weitere wichtige Gründe für eine Anschaffung sind die letzte Hitzewelle (51 %) sowie die Vorbereitung auf künftige heiße Sommer (48 %). Diese Voraussicht ist empfehlenswert und wichtig, denn Hitzespitzen, wie wir sie aktuell erleben, können dazu führen, dass die Lagerbestände von Klimaanlagen und Ventilatoren bei Herstellern und Handel aufgebraucht sind. Die Enttäuschung, ein Gerät kaufen zu wollen, aber es nicht zu bekommen, droht in den akuten Hitze-Tagen besonders. Fast jeder Zehnte (8 %), der noch über kein Klimagerät verfügt, gab an, er habe eine Anschaffung erwogen, es sei aber kein Gerät verfügbar gewesen. Wer außerhalb der Hitze-Phasen kauft, ist auf der sicheren Seite. Deutschland will reparieren: 81 Prozent derjenigen, die außerhalb der Gewährleistung bereits mit kaputten Haushaltsgeräten konfrontiert waren, haben in mindestens einem Fall einen Reparatur-Versuch gestartet. 38 Prozent der Deutschen fragen bei einem Neukauf vielleicht auch deshalb aktiv danach, ob Waschmaschine, Geschirrspüler oder Wäschetrockner gut zu reparieren sind – in der Gen Z befasst sich sogar fast die Hälfte damit. Ein Hinweis für Hersteller, dass sie sich verstärkt mit diesem Kaufkriterium befassen sollten – erst recht, weil erfolglose ReparaturVersuche zum Markenwechsel führen. Gründe für die erfolglosen Reparatur-Versuche der Verbraucherinnen und Verbraucher in Deutschland gibt es gleich mehrere. In knapp 60 Prozent der Fälle waren die Reparaturkosten zu hoch, gefolgt von der Tatsache, dass Geräte nicht zu reparieren waren. Fast die Hälfte der Befragten gibt darüber hinaus an, dass Kundenservice oder Fachhandel von der Instandsetzung eines älteren Geräts abgeraten haben. Was diese Gründe eint, ist das negative Erlebnis: Die Erwartungen auf Kundenseite wurden nicht erfüllt. Die schlechten Noten in Bezug auf Service-Angebote sind vor allem für Fachhändler ein echtes Risiko. Denn wenn eine Reparatur nicht zustande kommt, treffen drei Viertel der Deutschen ihre Kaufentscheidung für ein neues Gerät allein aufgrund des Preises. Wer im Preiskampf dann nicht mithalten kann, läuft Gefahr, seine Kundinnen und Kunden zu verlieren. Die Branche muss liefern. Nicht weil es ein neues Gesetz gibt, sondern weil sie auf die Signale aus dem Markt hören sollte. Dr. Lennart Osthoff, Gründer und Geschäftsführer von Repartly, ist davon überzeugt, dass darin auch ein enormes Potenzial steckt: „Das Reparatur-Interesse der Deutschen ist kein Ärgernis. Im Gegenteil: Es ist eine Chance, sich im Wettbewerb echte Vorteile zu verschaffen. Mit ReparaturAngeboten kann der Handel die Kundenzufriedenheit steigern und Kunden binden. Und wer als Hersteller auch Reparaturen mitdenkt, stärkt die Markentreue und kann Neukunden gewinnen – vor allem unter den Jüngeren, die beim Kauf vermehrt darauf schauen, ob Geräte repariert werden können.“ Sicherheitsmeldungen über DAB+ S Radio: Die Mitglieder des Digitalradio Deutschland e. V. haben gemeinsam mit weiteren Beteiligten aus der Rundfunkbranche Guidelines für die netzseitige Einführung des Automatic Safety Alerts (ASA) vorgelegt. ASA setzt weltweit neue Maßstäbe bei der Verbreitung von Sicherheitsmeldungen über DAB+ Radio. Auf Grundlage der Erfahrungen aus den beiden vergangenen bundesweiten Warntagen mit Beteiligung von ASA formulieren die Leitlinien fundierte Empfehlungen für die regionale, überregionale und nationale Einführung des Systems. REPARTLY REPARATUR-REPORT 2026 72 % Reparatur-Versuch gescheitert
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