15 CEplus-Infos im interaktiven CE-ePaper auf www.ce-trade.de April/2026 Für Wertgarantie stand das Geschäftsjahr 2025 im Zeichen eines anspruchsvollen Marktumfelds, aber zugleich stabiler Partnerschaften sowie der konsequenten Weiterentwicklung des Produktportfolios. „2025 war kein Jahr mit großen Impulsen aus dem Markt. Umso wichtiger war es, dass wir aus eigener Kraft stabil geblieben sind und weiter wachsen konnten“, blickt der Wertgarantie-Vorstandsvorsitzende Patrick Döring zurück. Konjunkturelle Faktoren wie ein negatives Geschäftsklima und ein seit Jahren stagnierendes Bruttoinlandsprodukt erschweren den Unternehmen sowohl das operative Geschäft als auch die strategische Planung. Trotz der herausfordernden Rahmenbedingungen konnte das Geschäftsjahr im CE-Bereich länderübergreifend erfolgreich abgeschlossen werden: Über 1,6 Millionen Neuverträge wurden erzielt. Der Bestand konnte ausgebaut werden und liegt bei insgesamt 7,8 Millionen Kunden. „Auch ohne Rückenwind aus dem Konsum hat sich gezeigt, dass unser Geschäftsmodell trägt – vor allem durch engagierte Partner und unser starkes Team im Außendienst und Innendienst“, hebt Patrick Döring hervor. Der Fachhandel bleibt für Wertgarantie wichtigster Vertriebskanal. Hier ist der Ort, an dem Beratung, Service und Versicherung zusammenkommen. Trotz getrübter Konsumentenstimmung konnten sowohl Fachhandel als auch Wertgarantie positive Entwicklungen verzeichnen. Beispielhaft hat sich erneut die Warengruppe „Weiße Ware“ als stärkstes Segment bei Wertgarantie behauptet. „Einerseits basiert dies auf unseren Trainings für Techniker, Werkstattteams und Kundendienste. Andererseits profitieren wir erheblich von unseren engen Kooperationen mit BSH, Miele und Liebherr“, erklärt Patrick Döring. Zudem habe sich das Festhalten an der Gebrauchtgeräte-Strategie ausgezahlt. „Und wir sehen hier, trotz vieler Wettbewerber, noch weiteres Potenzial, da kaum mehr als drei Prozent aller Geräte in den Haushalten gegen Reparaturkosten versichert sind.“ Welchen Stellenwert die Reparatur von Elektrogeräten mittlerweile hat, zeigt der Gewinn des Deutschen Nachhaltigkeitspreises. Der Komplettschutz für Elektronikgeräte von Wertgarantie hat den Deutschen Nachhaltigkeitspreis 2026 in der Kategorie Produkte im Transformationsfeld „Ressourcen“ gewonnen. Damit ist der Komplettschutz das erste Versicherungsprodukt, das je auf Produktebene prämiert wurde. Die renommierte Auszeichnung würdigt das Engagement des Spezialversicherers für die Stärkung der Kreislaufwirtschaft im Elektroniksektor. „Nachhaltigkeit ist für uns kein Zusatzthema, sondern ein strategischer Kern unseres Geschäfts – gerade im Kontext von Reparatur und längerer Gerätenutzung“, unterstreicht Vorstandsvorsitzender Patrick Döring. Neue Wege geht Wertgarantie mit dem Angebot „Mieten statt Kaufen“. Nach der erfolgreichen Übernahme des Mietgeschäfts des Club.Weiss in Österreich folgte nun eine Pilotphase auf dem Heimatmarkt, die derzeit erweitert wird. Während das Konzept auf 25 Jahre Erfahrung in Österreich blicken kann, ist die Option, Hausgeräte zu mieten statt sie zu kaufen, in Deutschland echtes Neuland. „Die Nutzungsgewohnheiten verändern sich. Immer mehr Menschen wollen Produkte flexibel nutzen statt dauerhaft besitzen“, ordnet Patrick Döring ein. In Deutschland ist die Pilotphase bisher sehr erfolgreich verlaufen. WERTGARANTIE GEWACHSEN Mieten statt Kaufen ELECTRONICPARTNER STABIL Umsatz besser als der Markt ElectronicPartner schließt das Geschäftsjahr 2025 mit einem Zentralumsatz von rund 1,2 Milliarden Euro ab. Damit ist der Umsatz im dritten Jahr in Folge stabil geblieben. In Deutschland verzeichnet die Verbundgruppe ein Umsatzwachstum von 1,4 Prozent. EP behauptet sich: Der Fachhandel unter der Marke EP: konnte 2025 im Vergleich zum Vorjahr ein flächenbereinigtes Umsatzplus von 1,4 Prozent verzeichnen. Gleichzeitig hat sich die Marke besser entwickelt als der Vergleichsmarkt und liegt hier +0,6 Prozentpunkte über dem Durchschnitt. Im Laufe des Jahres gab es insgesamt 38 Neueinstiege in die Verbundgruppe: 13 Fachhändlerinnen und Fachhändler traten der Marke EP: bei, 21 weitere wurden Mitglied als ServicePartner und weitere vier als eigenprofilierte Unternehmen. Zehn dieser Neuzugänge traten aus anderen Kooperationen über, und in 13 Fällen konnte ein Standort erfolgreich übernommen werden. MEDIMAX – Herausforderungen, Potenzial, Transformation: Die allgemeinen negativen Entwicklungen in der Großfläche hatten in 2025 auch Auswirkungen auf die Fachmarktlinie MEDIMAX, die ein Umsatzminus von -6,6 Prozent zum Vorjahr verzeichnet. „Große Flächen stehen massiv unter Druck und haben nur dann eine Zukunft, wenn sie sich mehr in Richtung Fachhandel entwickeln“, ist Patrick van Tent überzeugt. „Unsere MEDIMAX Franchisepartnerinnen und -partner sind hier auf einem guten Weg, und wir unterstützen sie in der Transformationsphase mit den notwendigen Angeboten, um Know-how und Serviceangebot auszubauen“, comTeam auf der Überholspur: „Unsere dritte Kernmarke, das Technologie-Netzwerk comTeam, hat uns in 2025 erneut große Freude bereitet: mit einer Umsatzsteigerung von 18,5 Prozent zum Vorjahr sowie einer deutlichen Ergebnissteigerung“, erklärt Matthias Assmann, der im ElectronicPartner Vorstand für comTeam verantwortlich ist. WENDEpunkt wächst: Die auf nachhaltige Energielösungen ausgerichtete Marke WENDEpunkt hat im vergangenen Jahr ihre Marktposition deutlich ausgebaut und das Leistungsportfolio konsequent erweitert. In Deutschland arbeiten inzwischen 141 ElectronicPartner Mitglieder als vollumfängliche Anbieter für erneuerbare Energien. Neben Photovoltaik, Wärmelösungen, Klimageräten und Heimenergiemanagementsystemen gehören nun auch PV‑Zäune und PV‑Terrassenüberdachungen zum Angebot. ElectronicPartner – Zukunft im Verbund: Die zu Beginn des Jahres eingeleitete Neuausrichtung von EP befindet sich weiter in der Umsetzung. „Aktuell bauen wir neue Strukturen und Prozesse auf. Auch Patrick van Tent bringt gerade einiges in Bewegung. Wir arbeiten an zukunftsweisenden Konzepten und schauen über den Tellerrand, um effizienter und effektiver zu werden“, beschreibt Greta Ziob, ebenfalls Vorständin von ElectronicPartner. Matthias Assmann ergänzt: „Wir machen aus unserer Verbundgruppe eine Gruppe, die ihren Namen noch stärker lebt, sowohl in der Zentrale als auch in den Mitgliedsbetrieben: Es braucht mehr Interaktion und Zusammenarbeit – denn Transformation beginnt bei den Menschen.“ ElectronicPartner mit stabiler Entwicklung – der EP-Vorstand konnte ein stabiles Ergebnis in Folge verkünden, v. l. Matthias Assmann, Patrick van Tent und Greta Ziob. Vorstand Wertgarantie – Konrad Lehmann, Susanne Richter, Patrick Döring und Udo Buermeyer (v. l.) sehen Nachhaltigkeit als strategischen Kern für eine längere Nutzung und Reparatur statt Neukauf. WIRTSCHAFT
RkJQdWJsaXNoZXIy MjE2Mzk=