Messe Berlin: Chef Martin Ecknig musste gehen

Martin Ecknig, Berliner Messechef musste gehen

Nach knapp zwei Jahren musste Martin Ecknig seinen Schreibtisch bei der Messe Berlin räumen

Das Gehalt für den entlassenen Messechf Ecknig zahlt die Messe Berlin für weitere sieben Monate plus Bonuszahlungen.

Nach dem Feiern kommt der Kater, so jedenfalls war es beim jetzt entlassenen Chef der Messe Berlin. Erst saß Martin Ecknig noch bei der Unterzeichnung des Vertrags für die nächsten 10 IFA-Jahre in Berlin stahlend mit am Tisch, dann wurde es zappenduster. Martin Ecknig musste seinen Schreibtisch räumen. Sein sicherlich nicht mageres Gehalt zahlt die Messegesellschaft noch bis 30 Juni 2023, hinzu kommen ihm zustehende anteilige Bonuszahlungen. Eine Zugeständnis an Ecknig um ihn dazu zu bewegen, die Auflösungsvereinbarung seines Vertrags zu unterzeichnen. Eigentlich lief der Vertrag mit Ecknig bis Ende 2024. Trotzdem hat sich der Besuch des ehemaligen Immobilien-Manager von Siemens an die Spree gelohnt. Man spricht von einem Grundgehalt von über 300.000 Euro jährlich und Bonuszahlungen in der Größenordnung von etwa 125.000 Euro.

CFO Dirk Hoffmann übernimmt bei der Messe Berlin die kommisarisch den Vorsitz der Geschäftsführung.
Kommissarisch hat der CFO der Messe Berlin, Dirk Hoffmann den Vorsitz der Geschäftsführung übernommen.

Über die Hintergründe der Vertragsauflösung wurde von beiden Seiten Stillschweigen vereinbart. Doch das Magazin „Business Insider“ hatte im Vorfeld berichtet, eine nicht genannte Kanzlei habe eine sofortige Freistellung empfohlen“. Grund ist ein arbeitsrechtlichen Gutachten in dem Ecknig „zahlreiche Verfehlungen und Richtlinienverstöße“ vorgeworfen werden. Unter anderem sei der Beratervertrag mit Gerhard Spörl kritisiert worden. Der Ehemann der ehemaligen rbb-Intendantin Patricia Schlesinger war als Mediencoach für Ecknig aufgetreten.

Den kommissarischen Vorsitz der Geschäftsführung der Messe Berlin hat mit sofortiger Wirkung CFO Dirk Hoffmann übernommen.