Dr. Christian Göke zieht sich aus IFA Joint Venture zurück

Göke hatte der gfu ein neues Messekonzept vorgeschlagen

Dr. Christian Göke, Generalbevollmächtigter der Familienholding Vesica, steht dem geplanten Joint Venture der Gesellschaft zur Förderung der Unterhaltungselektronik (gfu) und Clarion Events zur Neuausrichtung der IFA (Internationale Funkausstellung) nicht länger zur Verfügung.

„Um die Marke IFA und den Messestandort Berlin sichern zu können, ist die Integration der physischen Messe in ein digitales Eco System zwingend. Mein Engagement in dieser Hinsicht setzt sich im Markt immer weiter durch“, so der langjährige Chef der Berliner Messegesellschaft Dr. Christian Göke. Derzeit verhandeln die Messe Berlin GmbH und die Clarion Events Ltd. sowie die gfu über die weitere Zukunft der größten Unterhaltungs- und Konsumgüterelektronikmesse.

Es komme nunmehr auf den Willen aller Beteiligten an, zügig zu einem tragfähigen Ergebnis zu kommen. Er habe die Herausforderungen lange kommen sehen und darauf hingewirkt, die Folgen zum Wohle des Standortes Berlin und der Messe Berlin zu beherrschen. „Bereits kurzfristig wird die Messe Berlin erheblich in den Aufbau digitaler Plattformen investieren müssen“, so Göke. Seine Expertise hatten die gfu und Clarion Events im Zuge der Pandemie zur Fortentwicklung der IFA angefragt.

Göke fordert unternehmerische Weitsicht. Unternehmen benötigen Klarheit. Sie investieren mit ihrem Know-How und finanziellen Mitteln in den Umbau physischer Messen, um diese in digitale Eco-Systeme zu integrieren. Politik und Messegesellschaften, aber auch Rechteinhaber einzelner Messe-Marken stehen unter Erfolgsdruck. Durch den zunehmenden Wettbewerb wird die Zeit für einzelne Messestandorte immer knapper, auch künftig im Markt als Veranstalter von Messen und nicht nur als Vermieter von Quadratmetern bestehen zu können.

Gökes Analyse und Motivation: „In der Branche wird künftig derjenige, der den besten Zugang zu den meisten internationalen Fachbesuchen hat, die besten Chancen haben, die größte Messe für die Branche zu veranstalten“, so Christian Göke. „Mir ging es darum, die IFA wettbewerbsfähiger zu machen und langfristig für den Standort Berlin zu sichern.“