Größere Händler müssen alte Elektrogeräte zurücknehmen

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Von einer Änderung des Elektro- und Elektronikgerätegesetzes sind ab Sommer 2022 all jene Händler betroffen, die über eine Ladenfläche von mehr als 800 Quadratmetern verfügen: Sie sind zur Rücknahme von Elektro-Altgeräten verpflichtet.

Spätestens vom 1. Juli 2022 an sollen Verbraucher*innen alte Elektrogeräte also auch im Supermarkt oder beim Discounter kostenlos abgeben können. Das sieht eine Änderung des Elektro- und Elektronikgerätegesetzes vor, die der Bundestag am 15. April 2021 beschloss. Für kleine Geräte wie Mobiltelefone oder Taschenlampen gilt die Rücknahme unabhängig vom Neukauf eines Produkts; für größere Altgeräte greift sie beim Kauf eines neuen Artikels.

Voraussetzung für die erweiterte Rücknahmepflicht ist eine Ladenfläche von mehr als 800 Quadratmetern. Weitere wichtige Voraussetzung: Die Händler müssen mehrmals im Jahr Elektrogeräte anbieten, hierfür reicht bereits der regelmäßige Verkauf von Lampen. Die Gesetzesnovelle sieht auch vor, dass alle Sammelstellen mit einer einheitlichen Kennzeichnung versehen werden. Auf diese Weise sollen Verbraucher die Sammelstellen schnell erkennen. Auch Online-Händler sollen ihren Kunden bei jedem Kauf von neuen Elektrogeräten eine kostenlose Abholung und Entsorgung der alten Geräte anbieten. Das Bundesumweltministerium geht davon aus, dass sich durch die neuen Regelungen die Sammel- und Recyclingquote erhöhen wird. Alte Handys, Taschenlampen oder Rasierer würden sonst vergessen in Schubladen lagern. Nach Angaben des Ministeriums wurden rund 86 Prozent der gesammelten Elektroaltgeräte im Jahr 2018 recycelt. Allerdings wurden im selben Jahr nur rund 43 Prozent der in Verkehr gebrachten Elektroaltgeräte auch wirklich gesammelt. Die Gesetzesänderung muss noch den Bundesrat passieren und soll am 1. Januar 2022 in Kraft treten. Für den Handel gilt eine Übergangsfrist von sechs Monaten.

www.bmu.de

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