Olympus Imaging-Geschäft geht an Japan Industrial Partners Inc.

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Olympus hat jetzt die Information über die Unterzeichnung eines „Memorandum of Understanding“ über die Übertragung seines Imaging-Geschäfts an Japan Industrial Partners Inc. (JIP) veröffentlicht.

Man sei der Ansicht, dass durch die Ausgliederung an JIP und die gemeinsame Führung, die Organisationsstruktur schlanker, effizienter und agiler wird und dies zugleich auch der geeignetste Weg für das Imaging-Geschäft ist, nachhaltig und kontinuierlich zu wachsen sowie weiterhin einen Mehrwert für die Nutzer der Produkte zu bieten.

Olaf Kreuter, Leitung Consumer Marketing Deutschland, Österreich und Schweiz Consumer Products Olympus Deutschland GmbH, führt dazu aus: „Beide Unternehmen führen nun weitere Gespräche mit dem Ziel der Übertragung des langjährigen Imaging-Geschäfts von Olympus auf JIP zum Ende des Kalenderjahres 2020. JIP ist ein starkes Unternehmen, das bereits ähnliche strategische Ausgliederungen zum Erfolg geführt und das Wachstum vieler Marken maximiert hat. Olympus sieht die mögliche Übertragung als eine Gelegenheit, das Imaging-Geschäft so zu entwickeln, dass sowohl langjährige als auch neue Kunden davon profitieren können. Olympus und JIP sichern den Stakeholdern volle Transparenz zu, sobald sich die Pläne konkretisieren. Olympus Imaging wird die Geschäfte wie gewohnt fortführen. Das gilt für laufende Aktionen, Promotions, geplante Events und natürlich auch die vereinbarten Auslieferungen. Neue Produkte werden ebenfalls wie geplant eingeführt. Ihre Ansprechpartner aus dem Sales Team, der Kundenservice und das Marketingteam sind weiterhin für Sie da.“

Update: Bereits Ende letzten Jahres deutete Olympus CEO Yasuo Takeuchi die Ausgliederung der Kamerasparte an. Überraschend kam dies für Marktbeobachter nicht. Einen wichtigen Baustein für die zunehmenden Gerüchte über eine Verabschiedung vom Kamerageschäft lieferte Olympus schließlich lange vor der Andeutung seines CEOs – als man im Herbst 2019 die Teilnahme an der geplanten photokina Mai 2020 absagte. Dass die Messe coronabedingt komplett ausfallen würde, konnte zu diesem Zeitpunkt natürlich niemand vorhersehen. Die photokina-Absage war indes ein deutliches Signal in Richtung Kamera-Ausstieg. Schließlich galt die Marke traditionell als besonders Endkundenaffin, vergleichbar mit Canon oder Nikon oder Leica. Eine photokina ohne den stets in leuchtendem Blau gestalteten Messestand? Ohne Playground-Event zeitgleich im Messeumfeld? Ohne Showbühne mit Kameraneuheiten-Spektakel und gepflegtem Händlerbereich für lukrative Geschäftsabschlüsse? Eigentlich unvorstellbar. Jetzt also die so freundlich und zuversichtlich umschriebene Übergabe der Kamerasparte an die Japan Industrial Partners Inc. (JIP) – einer japanischen Investmentfirma, gegründet im Jahr 2000. In unserer Branche kam JIP ins Gespräch als man 2014 die Mehrheit an Sonys Computergeschäftes übernahm, die Notebooks dieser Sparte wurden unter dem Namen VAIO auch in Deutschland verkauft. Bleibt zu hoffen, dass es für Olympus nach der JIP-Übernahme besser läuft – eine der ersten Maßnahmen war damals der Rückzug des VAIO-Sortimentes vom internationalen Markt, nur noch in Japan gab es VAIO-Notebooks, und von den 1.000 Mitarbeitern wurden nur 250 bis 300 übernommen.

www.olympus.de

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