EEBUS bei „gfu Insights & Trends“: So sprechen Hausgeräte über Energie

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Die Vernetzung zwischen verschiedenen Bereichen des Haushalts ist eines der interessantesten Themen auf der diesjährigen IFA Anfang September in Berlin. Für den effizienten Einsatz von Energie vernetzen sich energieintensive Geräte dank des EEBUS-Standards über Hersteller- und Branchengrenzen hinweg. Der EEBUS-Standard hat sich als universelle Sprache für alle Anwendungen rund um den smarten Einsatz von Energie etabliert.

Vortrag über EEBUS, die internationale Sprache für Energie im vernetzten Haus

Bei dem im Vorfeld der IFA stattfindenden Veranstaltungsformat „gfu Insights & Trends“ am 11. Juli 2017 in Berlin ist EEBUS deshalb eines der Trend-Themen. Detlef Niehaus, Leiter der Komponentenentwicklung beim EEBUS-Gründungsmitglied Miele, stellt EEBUS als übergreifende „Sprache für Energy Use Cases“ für Hausgeräte, Smart Home-Systeme, Energiemanager und andere vernetzte Anlagen im Haus vor. Neben dem Vortrag steht Peter Kellendonk, 1. Vorsitzender der EEBUS-Initiative, für Fragen, Interviews und Hintergründe zum EEBUS-Standard und konkreten Produkten zur Verfügung.

Zum Inhalt: So kommunizieren Hausgeräte kommunizieren im EEBUS-Standard 

Anhand der EEBUS-Anwendung „Smart Start“, die von allen namhaften Herstellern angeboten wird, lässt sich der Vorteil der Vernetzung leicht erkennen: Waschmaschinen, Trockner und Geschirrspüler lassen sich von einem separaten Energiemanager innerhalb einer vorgegebenen Zeit genau dann aktivieren, wenn überschüssige Energie zur Verfügung steht – etwa aus einer Photovoltaikanlage auf dem Dach.

Die für sich allein betrachtet recht simple Funktion ist dank des EEBUS-Standards ein wichtiger Bestandteil im heimischen Energienetzwerk. Denn neben Hausgeräten tauschen sich auch vernetzte Heizungen, Smart Home-Systeme und E-Mobility-Ladestationen über den effizienten Einsatz von Energie aus. „Mit der Etablierung des EEBUS-Standards ist die Voraussetzung für ein intelligentes Energiemanagement im Smart Home geschaffen“, sagt Referent Detlef Niehaus. „Stromerzeugung und Nachfrage können besser aufeinander abgestimmt werden. Privathaushalte werden mittel- bis langfristig durch Kosteneinsparungen davon profitieren“, ist der Fachmann überzeugt.

Vernetztes Energiemanagement dank EEBUS und SPINE harmonisiert

EEBUS bietet mit dem standardisierten Kommunikationsprotokoll SPINE (Smart Premises Interoperable Neutral message Exchange) eine offene und standardisierte technische Sprache. In ihr können alle energierelevanten Geräte im Haus untereinander, mit Energiemanagern und künftig auch im Smart Grid kommunizieren. So nutzt z.B. die Smart Start Funktion herstellerübergreifend das SPINE-Protokoll und ist für alle EEBUS-fähigen Systeme heute und in Zukunft nutzbar. Hausgeräte lassen sich so auch in einem künftigen Smart Grid mit variablen Tarifen starten, sobald der Strom besonders günstig ist. „Das EEBUS-Kommunikationsprotokoll SPINE wird sich als Standard für das Energiemanagement im Smart Home durchsetzen“, sagt der Referent Detlef Niehaus voraus, denn: „Branchenübergreifend sind damit ganz unterschiedliche Haustechnikkomponenten vernetzbar.“

www.eebus.org

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